BFP-Präses Johannes Justus: "Kinder aus evangelischen Freikirchen würden außerordentlich häufig elterliche Gewalt und Härte zu...
Der Dietzenbacher Pastor Samuel Diekmann erweitert seine Zuhörerschaft via Internet-Podcast auf 14.000 Hörer. Das Internet macht...
Der Bielefelder Vortrag des bekannten hannoverschen Kriminologen Prof. Christian Pfeiffer mit seinen Analysen von elterlicher...
Nach den langen Winterwochen, die scheinbar nicht enden wollten, sind wir nun dankbar für jeden...
Das Forum Theologie & Gemeinde (FThG) – ehemals Bundes-Unterrichts-Werk (BUW) – lädt zum Auftakt der 118....
Alternative Heilmethoden sind populärer denn je. Trotz Hightech-Behandlungsmethoden und einem gut ausgebauten Gesundheitssystem, scheint das Vertrauen in unsere Medizin nicht bei allen Bürgern ungeteilt vorhanden zu sein. Wie sonst ist es zu verstehen, dass die Angebote alternativer Medizin und Heilpraktiken boomen? Im Jahr 2006 wurden 11 Milliarden Euro für alternative Heilbehandlungen ausgegeben und innerhalb von zwei Jahren (von 2005 auf 2007) stieg die Anzahl der registrierten Heilpraktiker um 26%. Es scheint, als ob die Menschen, gemäss dem Grundsatz "Hauptsache Gesund", mit allen Mitteln um Heilung und Gesundheit ringen und es sich dabei ganz schön was kosten lassen. Dass diese Tatsache auch von vielen Scharlatanen und gar Betrügern, die aufs schnelle Geld aus sind, ausgenutzt wird, bleibt leider nicht aus.
Eine alternative "Heilmethode", die schon sehr alt und ebenso immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt, ist das Heilungsgebet. Ganz in der Tradition der alttestamentlichen Propheten, ist es ein wesentliches Merkmal des Wirkens von Jesus Christus im antiken Palästina. Unzählige Berichte von Menschen, die durch ihn auf wundersame Weise von Krankheiten und Leiden erlöst wurden, füllen nicht nur die Bücher der Bibel. Ganz in der Tradition ihres Meisters, führen dann auch die Apostel und Kirchenväter den Brauch des Gebets mit Handauflegung zur Zeit der ersten Christen fort. Sie folgen dabei dem Auftrag von Jesus Christus selbst: "Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt!" (Matthäusevangelium Kapitel 10, Vers 8) Gerade Letzteres hebt sich so wohltuend von der bitteren Tatsache ab, dass doch oft mit der Not von Menschen Profit gemacht wird. Der Auftrag der christlichen Kirche, die Kranken zu heilen, verbindet sich mit einem strikten Verbot, daraus Profit zu schlagen. Die besten Dinge im Leben, kann man eben nach wie vor nicht kaufen!
Doch was steckt hinter diesem uralten Brauch des Heilungsgebets? Kann es in unserer aufgeklärten Zeit überhaupt ernst genommen werden? In jüngster Vergangenheit wurden von verschiedenen Instituten mehrere Studien durchgeführt, die die Wirkung von Gebet auf die Genesung von Kranken untersucht haben. Alle sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Gebet für Heilung wirkt sich immer positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Auch wenn über Ursache und Wirkung dieses Phänomens kontrovers diskutiert wird, bleibt doch das Ergebnis fast unanfechtbar: Statistisch gesehen, werden Patienten für die gebetet wird, schneller und häufiger gesund.
Angesichts dieser - nun sogar wissenschaftlich erwiesenen - Tatsache, ist es fast unverständlich, dass die Kirche im Grossen und Ganzen den Auftrag, die Kranken zu heilen vernachlässigt, um nicht zu sagen ganz aus den Augen verloren hat. Umso erstaunlicher angesichts der Tatsache, dass er von Jesus Christus höchstpersönlich ausgesprochen wurde. So hat zum Beispiel die katholische Kirche aus der Krankensalbung (gemäss Jakobus 5,14), die eindeutig das Ziel der Heilung hatte, die "letzte Ölung" gemacht, die dem Sterbenden lediglich Trost für den Übergang in die Ewigkeit geben soll. Auch in den protestantischen Kirchen wird der Auftrag von Jesus Christus, die Kranken zu heilen höchstens noch im diakonischen Wirken im medizinischen und pflegerischen Bereich verfolgt. Doch war dies der ursprüngliche Gedanke hinter dem Auftrag von Jesus Christus? Eine stets wachsende Anzahl von Christen und christlichen Gemeinschaften unserer Zeit, scheinen den vergessenen Auftrag für die Kranken zu beten, wieder neu zu entdecken. Dabei sind die "Methoden" - falls man überhaupt davon sprechen kann - sehr unterschiedlich. Von Heilungsräumen über Heilungsgottesdienste, bis hin zu ganz spontanem Gebet im Alltag und auf öffentlichen Plätzen ist alles dabei. Nicht die Methode scheint eine Rolle zu spielen, sondern der Mut und das kindliche Vertrauen, das diese aktiven Christen haben steht dabei wohl eher im Vordergrund.
Eine solche christliche Gemeinschaft, ist unter vielen anderen auch die Freie Christengemeinde Hanau, zu deren Glaubenspraxis schon immer das Heilungsgebet und die Handauflegung im Namen Christi gehörte. Seit kurzem nun, möchten sie den Bürgern in Hanau und Umgebung eine besondere Gelegenheit geben, diese für viele Menschen noch ungewöhnliche Gebetsform kennen zu lernen. "Wir können keine Heilungsversprechen machen, aber wir beten für jeden mit grosser Zuversicht, die wir aus vielen positiven Erfahrungen der Vergangenheit schöpfen", sagt Pastor Bruno Zimmerli, der Leiter der Freikirche, die seit 1982 in Hanau ansässig ist. "Immer häufiger bekommen wir Berichte von Menschen, denen es nach dem Heilungsgebet besser geht. Manchmal sind sogar richtig spektakuläre Erfahrungen dabei." Ganz so, wie es Christus befohlen hat, kostet dieser Dienst nichts und findet im Rahmen eines besonderen Heilungsgottesdienstes statt, der alle zwei Monate stattfindet.
"Oft sind Menschen gegenüber Freikirchen und christlichen Gemeinschaften ausserhalb der bekannten Großkirchen skeptisch", sagt Pastor Bruno Zimmerli, "doch unser Anliegen ist es einfach, die Liebe Gottes in dieser Form an alle Menschen weiter zu geben, die Hilfe und Verbesserung ihres Gesundheitszustandes brauchen und suchen." Der zweimonatlich stattfindende Heilungsgottesdienst "Healing Touch" wird umrahmt von moderner Anbetungsmusik, ermutigenden Erfahrungsberichten von Menschen, die Heilung durch Gebet erfahren haben und einer kurzen, ermutigenden und gut verständlichen Predigt. Der Hauptteil der Veranstaltung beginnt jedoch, wenn am Schluss die Einladung zum Heilungsgebet erfolgt. Ein Team von geschulten Mitarbeitern nimmt sich die Zeit, für jeden zu beten, der es wünscht. "Meist legen wir ganz sanft und segnend die Hände auf die Person für die wir beten", berichtet Pastor Bruno Zimmerli weiter, "und erleben dann nicht selten, dass die Heilungsuchenden erstaunliche Dinge berichten. Sie spüren eine Kraft, Wärme oder ein sanftes Kribbeln, und nicht selten, dass ganz spontan Schmerzen verschwinden."
Die nächsten Termine für den Heilungsgottesdienst "Healing Touch", sind am 1. Juli, 2. September und 4. November, jeweils Sonntags um 10:00 Uhr in den Räumen der Freien Christengemeinde Hanau, in der Hindemithstrasse 32 (Nähe Rosenau). Jeder ist herzlich Willkommen!
http://